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Zündspule defekt: Symptome, Folgen, Fehlersuche und Prüfung

An der Zündspule können verschiedene Defekte in der Primärwicklung, der Sekundärwicklung oder den Anschlüssen auftreten. Auch ein Kurzschluss oder eine Unterbrechung kann eine Ursache für den Defekt sein. Nicht immer lässt sich ein Defekt der Zündspule auf Anhieb identifizieren. Mögliche Symptome der defekten Zündspule und deren Auswirkungen, können auch oft auf andere Teile, wie beispielsweise einen defekten Zündverteiler hindeuten. Die beste Empfehlung bei Unsicherheit, ob es sich um eine defekte Zündspule handelt, ist das Messen und Prüfen der Elektrik oder die Begutachtung im ausgebauten Zustand. Fachwerkstätten sind mit Motortestern, welche über ein spezielles Programm für die Prüfung der Zündspule und die anderen Bauteile einer Zündanlage verfügen, ausgerüstet.

Erfahren Sie hier, welche Symptome und Auswirkungen eine defekte Zündspule hat und wie sich Zündspulen bei der Fehlersuche  richtig prüfen und messen lassen. Gleich können Sie die Kosten für das Erneuern einer defekten Zündspule bei Ihrem Auto berechnen, Werkstattangebote in Ihrer Nähe vergleichen  und den passenden Termin online vereinbaren.

Ursachen einer defekten Zündspule

Nahaufnahme einer defekten Zündspule auf dem weißem Hintergrund

Im Laufe der Zeit treten an den Zündspulen Alterungserscheinungen auf. Diese äußern sich nicht selten in der Form von Materialermüdung. Dadurch kann im Innern der Zündspule ein Kurzschluss entstehen. Die Folge davon ist, dass eine der Zündkerzen nicht mehr funktioniert. Neben dem klassischen Kurzschluss können aber auch andere Ursachen für dieses Problem verantwortlich sein. Es ist nicht immer einfach, die Ursache zu ermitteln. Zum Überprüfen der Funktionstüchtigkeit sind moderne Messgeräte erforderlich, die ein Hobbybastler meistens nicht zur Verfügung hat. Eine Messung der Spannung mit einem einfachen Messgerät ist zur Fehlersuche meistens zu ungenau.

Auswirkungen einer defekten Zündspule

Ein Defekt an der Zündspule beeinflusst die anderen Zylinder und kann zu Fehlzündungen führen. Ist eine Zündspule defekt, sollte diese umgehend ausgetauscht werden. Unter Umständen geht der Motor plötzlich aus und lässt sich nicht mehr starten.

Folgende Symptome weisen auf eine defekte Zündspule hin:

  • Gerade im unteren Drehzahlbereich kann der Motor sehr rau laufen
  • Der Motor ruckelt oder hat Leistungseinbrüche
  • Ein fühlbar schlechter laufender Motor während der Aufwärmphase
  • Startprobleme
  • Erhöhter Kraftstoffverbrauch
  • Weniger Leistung im oberen Drehzahlbereich des Motors
  • Eine rot oder gelb aufleuchtende Motorwarnleuchte

Zündspule kaputt – weiterfahren? 

Drei ausgebaute Zündspulen beim Prüfen auf Defekt

Sollten die obengenannten Symptome einer defekten Zündspule unterwegs auftreten, kann man zwar trotzdem noch weiterfahren. Es  ist von einer Weiterfahrt aber abzuraten, weil dies Folgeschäden verursachen kann. Spätestens nach der Ankunft zu Hause sollte ein Termin für die fachmännische Prüfung  in der Werkstatt ausgemacht werden. Falls als Ursache ein Defekt der Zündspule auszumachen ist, wird diese von der Werkstatt gewechselt. Generell ist bei dieser Gelegenheit auch gleich die Prüfung der Zündkabel und Zündkerzen zu empfehlen.

Zündspule in der Fachwerkstatt prüfen lassen

Für Fachkräfte in einer Kfz-Werkstatt ist es zwar nicht immer leicht zu prüfen, wo ein Defekt an einer Zündspule vorliegt. Ein Totalausfall der Zündspulen ist für den Profi aber immer leicht zu erkennen. Schwerer ist es mit den Spulen, die zwar manchmal Probleme machen, aber nicht durchgehend. Aber neben Erfahrung und Wissen stehen den Fachleuten Diagnose- und Zündspultestgeräte zum Überprüfen der Spule zur Verfügung. Diese geben einen exakten Hinweis darauf, welche der Zündspulen einen Defekt haben und ausgetauscht werden müssen.

Zündspule durch das Auslesen der Fehler prüfen

Zündspule beim Prüfen und Messen in der Werkstat

Verteilerlose Zündsysteme ermöglichen eine einfachere Diagnose der Ursache als Zündanlagen mit Verteiler, da diese sonst im Einzelnen auch getestet werden müssen. Vielfach werden dazu On-Board-Diagnose(OBD) Systeme mit festgelegten Fehlercodes verwendet. Bei diesen Fahrzeugen leuchtet eine Lampe für „Motorsteuerung“ am Armaturenbrett auf. Häufig ist aber das Prüfen einer Zündspule auf Defekt durch das Auslesen des Fehlerspeichers nur unzureichend aussagekräftig. Zu oft kann der entsprechende Eintrag im Fehlerspeicher von anderen Teilen der Zündanlage verursacht werden. Beispielsweise kann auch eine schwache Batterie für eine zu geringe Bordspannung verantwortlich sein und die Zündprobleme der Spule auslösen.

Testen moderner Zündspulen ist anspruchsvoll

Auch durch das Prüfen der Zündspule via Widerstandsmessung lässt sich immer seltener ein eindeutiges Ergebnis ermitteln. Zudem sind die Zündspulen oft schlechter zugänglich, sodass Spezialwerkzeug, das der Fachmann hat, bei dem Überprüfen hilft. Die Fehlerdiagnose wird bei modernen Zündsystemen immer komplexer. Daher werden auch gerne zusätzliche Spezialgeräte verwendet, die das Prüfen der Zündspule im eingebauten sowie ausgebauten Zustand möglich machen. Als letzte Instanz hilft auch eine Sichtprüfung der Spule durch ein geschultes Auge.

So wird eine Zündspule in der Fachwerkstatt auf Defekt geprüft

Zündspulen werden auf Defekt getestet und gemessen

Zündspulen werden in der Werkstatt mit den üblichen Prüfgeräten wie Multimeter oder Oszilloskop geprüft. Eine Fachwerkstatt hat die Möglichkeit, die Zündspule im eingebauten oder ausgebauten Zustand auf Defekt zu prüfen. In den meisten Fällen reicht eine Überprüfung im eingebauten Zustand. Hier hat eine Autowerkstatt mehrere Möglichkeiten.

Mögliche Prüfungen der Zündspule auf Defekt  im eingebauten Zustand:

  • Prüfung auf mechanische Beschädigungen.
  • Gehäuse auf Haarrisse oder Austritt von Vergussmasse prüfen.
  • Elektrische Verkabelung und Steckverbindungen auf Beschädigungen oder Oxidation prüfen.
  • Spannungsversorgung der Zündspule überprüfen.
  • Fehlerspeicher mit Diagnosegerät auslesen.
  • Motorsteuerungen mit Zündüberwachung.
  • Darstellung des Hochspannungsverlaufes mit Oszilloskop oder Zündoszilloskop.

Defekte Zündspule durch das Messen herausfinden

Nicht immer müssen gleich sämtliche Zündspulen erneuert werden. Vorteilhaft ist, dass beim Überprüfen ganz genau ersichtlich wird, welche Komponenten zu erneuern sind. Beim Messen der Zündspulen  lässt sich herausfinden, ob sich die Werte noch im Toleranzbereich befinden. So lässt sich schnell und unkompliziert prüfen, ob die Zündspule defekt ist und zu welchem Zeitpunkt ein Austausch sinnvoll ist. Nach dem erfolgreichen Testen wird die kaputte Zündspule gegen ein Neuteil ausgetauscht. Letztendlich wird dadurch Geld gespart, weil funktionierende Teile nicht ausgetauscht werden müssen. Den passenden Termin bei Ihrer Wunschwerkstatt können Sie online auf FairGarage vereinbaren.

Zündspule selber testen kann lebensgefährlich sein

Nahaufnahme des Motorblocks: Prüfen der Zündspulen auf Defekt

Es ist auf keinen Fall empfehlenswert, ohne eine korrekte Messung auf gut Glück sämtliche Zündspulen auszutauschen. Das Prüfen und Messen der Funktion von Zündspulen sollte ohnehin ausschließlich von Fachleuten durchgeführt werden. Aufgrund der hohen Spannungen besteht bei einer kleinen Unachtsamkeit sogar Lebensgefahr. Die Zündspule erzeugt aus der üblichen bordeigenen Spannung von 12 Volt eine Hochspannung von ca. 15.000 Volt oder sogar bis ca. 30.000 Volt. Über einen Zündverteiler wird die ankommende Hochspannung an die Zündkerzen verteilt. Mit dieser großen Spannung kann das Kraftstoff-Luftgemisch im Zylinder gezündet werden.

Allein schon aus diesem Grund sollte ein Überprüfen der Zündspulen nicht selbst durchgeführt werden.

Vorteile der neuartigen Zündspulen

Es gibt unterschiedliche Bauarten von Zündspulen. Bei älteren Motoren befindet sich nur eine einzige Zündspule im Motorraum. Die hohe Spannung wird dann mittels Zündverteiler an die einzelnen Zylinder weitergeleitet. Bei neueren Motoren befindet sich in der Regel oberhalb jedes Zylinders eine Zündspule. Dadurch lässt sich der exakte Zündzeitpunkt sehr viel genauer festlegen. Je präziser die Zündung eingestellt ist, desto weniger Kraftstoff verbraucht der Motor. Zudem erreicht der Motor dadurch seine optimale Leistung.

Die Ausbildung zum Kfz-Mechaniker beinhaltete bis Mitte der 70 er Jahre das Wickeln von Zündspulen, was heute aber nicht mehr wirtschaftlich ist. Heute ist der Austausch der defekten Zündspule einfacher, schneller und somit kostengünstiger zu bewerkstelligen. Sinn macht diese Praxis gegebenenfalls noch bei der Restaurierung von Oldtimern. In den heutigen Fahrzeugen ist eine vollelektronische Zündanlage üblich. Jede Zündkerze verfügt über ein Zündmodul mit einer eigenen Zündspule. Der Vorteil: Geht ein Zündmodul kaputt, fällt nur ein Zylinder aus. Der Zündverteiler, die entsprechende Mechanik und die Spannungskabel entfallen.


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