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Spannrolle defekt: Symptome, Wechseln und Kosten bei den Werkstätten

Die Lebensdauer von Spannrollen ist meistens auf ein Autoleben ausgelegt. Aber selbst bei einem derart robusten Bauteil sollte man nicht unterschätzen, was Spannrollen im Laufe der Kilometer auszuhalten haben. Temperaturunterschiede, Abnutzung und Feuchtigkeit können zu Verschleiß führen oder Defekte an der Rolle hervorrufen. Dann ist das Wechseln also unvermeidlich. Erfahren Sie, welche Defekte an der Spannrolle auftreten können, wie die Symptome und Anzeichen des Defekts sind und was beim Wechsel gemacht wird. Zugleich können Sie Werkstatt-Kosten für den Wechsel der Spannrolle inkl. Zahnriemen bei Ihrem Fahrzeug vergleichen und den Termin mit Ihrer Wunschwerkstatt direkt online vereinbaren.

Aufgabe der Spannrolle beim Riementrieb

Nahaufnahme der neuen Spanrolle und des Zahnriemens für den Wechsel in der Werkstatt

Um Aggregate des Fahrzeugs wie Lichtmaschine, Klimakompressor, Wasserpumpe etc. anzutreiben, wird die Drehbewegung der Kurbelwelle genutzt. Übertragen wird die Drehung durch Zahnriemen oder Keilrippenriemen. Dieser Riementrieb braucht für eine optimale Kraftübertragung eine gewisse Flexibilität. Zugleich muss der Riemen immer straff gespannt sein, auch wenn er sich minimal längt. Der Riemen muss immer exakt rechtwinklig zur Drehachse verlaufen. An diesem Punkt kommt die Spannrolle ins Spiel. Diese Rolle ist prinzipiell ein kleines Rad aus Kunststoff, das zwischen den Riemenscheiben der Nebenaggregate montiert ist. Durch genau dosierten Druck auf die Außenseite des Riemens sorgt sie für eine gleichbleibende Riemenspannung und einen präzisen Lauf des Riemens. Spannrollen wirken immer auf die Riemenaußenseite, weil sie dort keine speziellen Zähne oder Rippen benötigen. Die Welle der Spannrolle ist an einem Federmechanismus aufgehängt, welche immer für die notwendige Spannung sorgt.

Defekte an der Spannrolle und Symptome

Es gibt deutliche Anzeichen und Symptom, die einen beginnenden Defekt an einer Spannrolle bzw. am Riementrieb ankündigen. Häufigster Hinweis ist hier ein rutschender bzw. quietschender Riemen, der dann die angeschlossenen Aggregate fehlerhaft arbeiten lässt. Ursache ist hier oft nachlassende Federkraft der Spannrolle selbst. Rost und/oder kleine Risse an der Rolle zum Beispiel sind klare Anzeichen von Verschleiß.

Sind dagegen aus dem Motorraum des Autos eher schleifende oder rasselnde Geräusche zu hören, kann die Spannrolle einfach nur falsch justiert sein.

Spannrolle macht Geräusche – der Arm ist defekt

Fachmann beim Prüfen der Spannrolle beim Riemenantrieb auf Defekt

Auch der sogenannte Spannrollenarm, also das Bauteil, das die Rolle hält und justiert, kann nach längerer Zeit zu einem Defekt führen. Der Arm kann korrodieren bzw. verschmutzen oder sich schwergängig bzw. schleifend bewegen lassen. Dadurch können derartige Geräusche verursacht werden. Andere mögliche Problemquellen können auch ein Fehler am Schwingungsdämpfer oder am Federdrehmoment des Spannrollenarms sein. Ein solches Problem zeigt sich insbesondere durch zu starkes Schwingen und Ausschlagen des Rollenarms.

Spannrolle quietscht - defekt an der Riemenscheibe

Und letztlich kann auch ein Defekt an der Riemenscheibe oder am Riemenscheibenlager vorliegen. Auch dann liegt der Riemen falsch oder zu locker in der Führung und auch dann ist ein Quietschen oder Rattern an der Spannrolle zu hören. Sind Riemenscheibe oder Lager stark gealtert und verschlissen, hat das Störgeräusch bei der Drehung der Rolle einen eher rauen bzw. „trockenen“ Charakter.

Mit dem Wechseln der Spannrolle nicht abwarten

Solchen Symptome für den anstehenden Wechsel der Spannrolle an seinem Golf, seinem Audi, am Peugeot oder am BMW sollte ein Fahrzeugbesitzer sofort nachgehen. Hat der Keilriemen zu wenig Spannung, kann dies neben den Störgeräuschen zu übermäßigem Verschleiß, zu hohen Temperaturen und zum Ausfall der Nebenaggregate führen. Eine zu stark eingestellte Rolle mit zu viel Druck kann diese Komponenten ebenfalls in Mitleidenschaft ziehen.

So oder so, Defekte an der Spannrolle sind nichts, was bis zum nächsten Inspektionstermin warten kann. Und weil der Einbau, das Spannen und das Justieren der Spannrolle viel Erfahrung erfordert, ist eine kompetente Fachwerkstatt für den Wechsel immer die beste Option.

Das Wechseln der defekten Spannrolle

Nahaufnahme der neuen Spannrolle und des Keilriemens nach dem Wechsel am Riemenantrieb

Wenn das Wechseln der defekten oder verschlissenen Spannrolle in der Werkstatt ansteht, dann ist das eher umgangssprachlich gemeint. Gewechselt werden in solchen Fällen immer die gesamte Spanneinheit und der Riemen. Zugang zum Zahn- oder Keilrippenriemen - und damit auch zur Spannrolle - erlangt der Experte über die Stirnseite des Motors. Dort wird der Spanner, der den Druck auf die Rolle ausübt, arretiert. Danach lässt sich der Riemen leicht lockern und entfernen. Anschließend wird die gesamte Spanneinheit (Rolle und Spanner) entnommen. Nach dem Wechsel der Spannrolle bzw. Spanneinheit wird der Riemen wieder locker eingesetzt. Erst dann wird der Spanner wieder „entriegelt“, wodurch sich die Rolle wieder gegen den Riemen drückt. Oft ist dann ein weiteres Spannen zunächst gar nicht notwendig.

Darum die Spannrolle bei Experten wechseln

Der Spanner der Spannrolle sorgt bei den meisten Fahrzeugen für ausreichende Riemenspannung, arbeitet also automatisch. Aber gerade sein exakter Einbau und das richtige Einstellen sind für den Lauf und die Funktionen der Nebenaggregate des Autos enorm wichtig. Deshalb sollte den Wechsel der Spannrolle immer ein Profi übernehmen.

Spanrolle zusammen mit Riemen wechseln

Weil der Keilrippenriemen/Zahnriemen schon mal entfernt wurde, macht es Sinn, diesen Riemen ebenfalls zu tauschen. Bei unseren Werkstätten wird die Spanrolle immer mit dem Riemen gewechselt. Die Werkstattkosten beeinflusst das nicht und die Materialkosten nur minimal. In der Folge ist der Motor in Sachen Spannrolle und Keilrippenriemen bzw. Zahnriemen dann wieder auf der sicheren Seite.

Kosten für das Wechseln der Spannrolle

„Standardbeträge“ für das Wechseln der Spannrolle gibt es nicht, weil die Unterschiede zwischen VW, Mercedes, BMW, Opel, Peugeot etc. viel zu groß sind. Jeder Motorraum ist anders, die Motoren und Nebenaggregate sind verschieden konstruiert und auch die Keilriemen unterscheiden sich in benötigter Länge und Breite. Weitere Kostenfaktoren können natürlich auch zusätzliche Ersatzteile und die Region der Werkstatt sein. In puncto Dauer sollten Autofahrer mit rund einer Stunde oder etwas mehr rechnen. Zwei Stunden sollten aber in jedem Fall ausreichen, wenn es keine weitere Defekte wegen der verschließenden Spannrolle zu finden sind.

Wer die Kosten für den Wechsel der defekten Spannrolle bzw. Spanneinheit scheut, sollte sich aber immer vor Augen halten, dass mögliche Folgeschäden den Geldbeutel mit deutlich höheren Kosten noch wesentlich mehr belasten würden.


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