Reifenwechsel

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Rad- oder Reifenwechsel?

Zwei Mal im Jahr herrscht ein regelrechter Run auf Werkstätten. Immer dann, wenn es darum geht Räder zu wechseln – oder doch Reifen? FairGarage erklärt welche Arbeitsleistung was umfasst und wie sich der Reifenwechsel vom Wechseln der Räder unterscheidet.

Der klassische Radwechsel

Ein Fachmann beim klassischen Radwechsel

Mit einem Rad ist das komplette Bauteil gemeint. Also Felge und Reifen. Wenn eine Werkstatt den Auftrag erhält einen Radwechsel zu machen, montiert der Mechaniker die alten Räder ab und die neuen wieder an. Sind die Räder eingelagert gewesen, macht es zudem Sinn, sie auszuwuchten. Geschieht das nicht, kann es sein, dass bei der nächsten schnelleren Fahrt das Lenkrad anfängt zu „zittern“.

Reifendruck nach dem Wechsel prüfen

Ein weiterer Arbeitsschritt ist natürlich auch das Befüllen der Reifen auf den idealen Luftdruck. Moderne Fahrzeuge verfügen zudem über ein so genanntes Reifendruck Kontrollsystem, kurz RDKS. In diesem Fall muss der Mechaniker dem Steuergerät des Autos mitteilen, dass andere Räder montiert wurden. Zudem sollte er die Leistungsfähigkeit der Sensoren in den Rädern prüfen. Die meist Batterie-betrieben Teile müssen nach einer gewissen Laufleistung ausgetauscht werden. Dafür werden die Reifen von der Felge montiert. Das ist zwar ein Mehraufwand, deckt sich aber meist mit der Lebensdauer eines Reifens. Somit können Reifenwechsel und Sensor-Tausch  in einem Arbeitsschritt erfolgen. Nachteil: Bei mit RDKS-ausgestatteten Autos können die Räder zwar selbst getauscht werden, das Anlernen des Steuergerätes muss aber eine Werkstatt übernehmen.

Was passiert beim Reifenwechsel

Reifenwechsel in einer Werkstatt

Der häufig genutzte Begriff „Reifenwechsel“ umfasst in der Fachsprache deutlich mehr als das Lösen und Befestigen von Schrauben oder Muttern. Bei einem Reifenwechsel wird das Gummi von der Stahl-oder Alufelge entfernt. Dies geschieht meist aufgrund hohen Alters, abgefahrenen Profiles oder einer irreparablen Beschädigung. Beim Tausch des Reifens wird zudem auch das Ventil und bei modernen Fahrzeugen gegebenen Falles das Reifendruck Kontrollsystem, kurz RDKS, ausgetauscht bzw. gewartet. Für den Reifenwechsel braucht der Monteur eine Maschine um den fest anliegenden Pneu von der Felge zu trennen. Für die Montage wird so genannte Reifenmontierpaste verwendet, damit das Gummi besser über die Felgenwulst rutscht. Zum Abschluss der Arbeit wird das komplette mit Hilfe einer Wuchtmaschine auf Unwucht geprüft und bei Bedarf mit Gewichten ausgeglichen.  Erst nachdem alle diese Aufgaben erfolgreich abgeschlossen sind, können die Komplett-Räder am Fahrzeug montiert werden.

Rad und Reifenwechsel – Kostenunterschied

Natürlich ist das einfache Wechseln von Rädern deutlich günstiger als die Montage neuer Reifen auf die jeweiligen Felgen. Für den reinen Radwechsel bieten Werkstätten in den saisonalbedingt starken Monaten besonders günstige Preise ab etwa 20 Euro an.  

Das Wechseln der Reifen ist deutlich teurer. Es umfasst den Radwechsel plus Zusatzarbeiten, zudem müssen natürlich auch die teuren Betriebs- und Anschaffungskosten für die Spezialmaschinen zu einem gewissen Teil refinanziert werden. Für den Kunden das kostspieligste Teil sind meist die Reifen selbst. Werkstätten montieren üblicherweise aber auch selbstmitgebrachte Reifen. So bleibt dem Kunden die Wahl wo er den Ersatz einkaufen möchte.   


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