Luftmassenmesser defekt

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Ursachen des defekten Luftmassenmessers und die Reparatur in der Werkstatt

Luftmassen- oder auch Luftmengenmesser, kurz LMM, sind ein wesentliches Bauteil für die präzise Steuerung der Kraftstoffmenge durch das Einspritzsystems. Die Hitzdraht- oder Heißfilmluftmassenmesser ermitteln den Luftmassendurchfluss mittels Abgleichs unterschiedlicher Stromspannungen. Dabei kommen sie ohne mechanische Teile aus, sind aber dennoch nicht restlos vor Verschleiß oder Beschädigung durch äußere Einflüsse geschützt.

Gründe für den Defekt beim LMM

Zwei Autos fahren in starkem Regen

Häufiger Grund für defekte Luftmassenmesser ist bspw. Spritzwasser, das bei schneller Fahrt in starkem Regen bis in den Luftfilter und das angrenzende Ansaugrohr durchschlägt. Wird die Elektronik des LMM „unter Wasser gesetzt“, quittiert sie den Dienst. Das tut sie auch, wenn die hauchdünnen Drähte des Sensors durch Schmutzpartikel in der Ansaugluft, Öl oder sonstige Verunreinigungen beschädigt werden. Normale Verunreinigungen, die im Fahrbetrieb entstehen, werden nach dem Abstellen des Motors in regelmäßigen Abständen durch „Freibrennen“ der Hitzedrähte beseitigt. Zu diesem Zweck werden die Drähte im Luftmassensensor kurzfristig auf bis zu 1.000 Grad Celsius erhitzt. Die regelmäßige Wiederholung dieses Vorgangs führt auch an dem elektronischen Bauteil LMM zu Abnutzung und Verschleiß, wodurch die Funktion des Sensors über die Zeit beeinträchtigt wird.

Defekt wegen gerissenem Hitzdraht

Als Autofahrer bemerkt man den Defekt des Luftmassenmessers in der Regel an Leistungseinbußen des Motors. Verzögerte Gasannahme, ein deutlich erhöhter Kraftstoffverbrauch oder ein vorzeitiges Abregeln der Höchstdrehzahl. Die Leistungsbegrenzung ist in der Regel dadurch verursacht, dass die Motorsteuerung nicht plausible oder gar keine Werte mehr vom Luftmassenmesser erhält und den Motor in ein Notlaufprogramm versetzt, um einerseits weitere Schäden am Motor zu verhindern und zum anderen die Emissionswerte durch ein falsches Luft-Kraftstoffgemisch nicht allzu stark ansteigen zu lassen.

Beeinträchtigung der Motorleistung

Ist der LMM defekt, sollten Fahrzeugeigentümer die Reparatur möglichst schnell angehen. Denn ein Fahrzeug über längere Zeit im Notlaufprogramm zu betreiben, bedeutet nicht nur auf die volle Leistung des Motors verzichten zu müssen. Infolge des defekten Sensors führen fehlende Informationen über die anliegende Luftmasse zu einer ungenauen Bemessung der eingespritzten Kraftstoffmenge, was nicht nur dem Motor sondern vor allem auch der Umwelt schadet und für den Fahrzeugbesitzer mit einen deutlichen Anstieg des Kraftstoffverbrauchs einher kann. Neben den geschilderten Symptomen weist in Fahrzeugen jüngerer Bauart in der Regel die Warnleuchte für die Motorsteuerung im Display auf einen möglichen Defekt des Luftmassenmessers hin. Leuchtet die Warnlampe auf, empfiehlt es sich, schnell einen Termin mit einer Fachwerkstatt zu vereinbaren.

Einfaches Wechseln des Luftmassenmessers

Defekter Luftmassenmesser auf weißem Hintergrund

Ein defekter LMM kann relativ schnell gewechselt werden. Aufgrund seiner Einbaulage unmittelbar hinter dem Luftfilter, ist der LMM meist gut und ohne großen Demontageaufwand zu erreichen. Ausbau des defekten und Einbau eines neuen Sensors sind meist in weniger als einer Stunde zu erledigen.
Eine Reparatur des alten Sensors kommt jedoch aus technischen und Zeitgründen nicht in Betracht. Der LMM ist ein industriell gefertigtes Präzisions-Bauteil mit hauchdünnen elektronischen Komponenten, bspw. einer aufgedampften Metall-Membran. Die in einer Kfz-Werkstatt reparieren zu wollen, ist faktisch unmöglich. Allerdings kann es sich lohnen, den alten Sensor bei starker Verschmutzung zunächst nur zu reinigen und nach Wiedereinbau auf seine Funktion zu prüfen. Ob die Reinigung ausreicht oder ein neuer Sensor nötig ist, können die Fachleute in der Werkstatt zuverlässig beurteilen.

Wechsel des Luftmassenmessers in der Werkstatt

Auch wenn es sich nach einer einfachen Arbeit anhört, der Austausch des Luftmassenmessers ist nichts für Hobbyschrauber. Die Arbeit gehört in die Hand eines Werkstattfachmanns. Der tauscht nicht nur das defekte Bauteil, er prüft auch, ob die Peripherie rund um das Bauteil in Ordnung ist oder andere Störungen oder Beschädigungen in Luftfilter und Ansaugtrakt zum Ausfall des Luftmassenmessers geführt haben. Zudem sorgt er mittels Diagnosegerät dafür, dass das neue Bauteil mit der Motorsteuerung im Fahrzeug richtig „verheiratet“ wird. Denn nur dann funktionieren Gemischbildung und Abgasemissionen am Ende wieder wie vom Hersteller vorgegeben. Die Kosten für die Reparatur halten sich in Grenzen, denn der Montageaufwand ist bei den meisten Fahrzeugen gering und der neue Luftmassenmesser ist ein Massenbauteil mit überschaubarem Preis. 


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