Dieselpartikelfilter verstopft

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Dieselpartikelfilter am Auto ist verstopft: Wechsel oder Reinigung?

Wenn ein Dieselpartikelfilter verstopft, bemerkt man das am ehesten daran, dass das Auto weitaus schlechter beschleunigt als man das sonst gewöhnt ist. Sowas kann bei allen Dieselfahrzeugen passieren. Abhängig von Hersteller und Fahrweise kann das Verstopfen des Dieselpartikelfilters ein Autoleben lang verhindert werden. Falls es doch einmal soweit ist, dass Sie Ihren Dieselpartikelfilter wechseln müssen, dann hilft Ihnen FairGarage mit unserer Servicesuche mit Angeboten von geprüften Werkstätten in ganz Deutschland. In wenigen Schritten lassen sich Festpreis-Angebote für den Austausch des verstopften Filters in Ihrer Nähe unverbindlich vergleichen. Ihren Wunschtermin können Sie gleich online vereinbaren.

Verschiedene Bezeichnungen des Dieselpartikefilters 

Ein Dieselpartikelfilter hat viele verschiedene Bezeichnungen. Damit Sie nicht durcheinanderkommen führen wir Ihnen hier alle Synonyme dafür auf.

Diese Synonyme des Dieselpartikefilters sind:

  • Dieselpartikelfilter
  • DPF
  • Rußpartikelfilter
  • Partikelfilter (kann aber auch der Partikelfilter im Kat gemeint sein)

Auswirkungen eines defekten Partikelfilters

Ein verstopfter Rußpartikelfilter ist ein Problem für den Turbolader, da die Abgase nicht frei durchströmen können. Dadurch steigt die Temperatur auf der Auslassseite des Turboladers an. Dies führt zu Veränderungen der Motorölviskosität und hat dadurch Auswirkungen auf die Schmierung und Kühlung des Turboladers. Die verbrannten Motorölreste sammeln sich im Lagergehäuse des Turboladers an und führen damit zur Verstopfung. Im schlimmsten Fall kann das zu teuren Turbolader-­ oder Motorschäden führen. Um die Schäden zu verhindern, schaltet die Motorelektronik schützend auf Notlaufprogramm. In solchem Fall ist eine Fahrt in die Autowerkstatt  nicht zu vermeiden. 

Wenn mein Dieselpartikelfilter verstopft ist

Wird das Fahrzeug ausschließlich für kurze Innerortsstrecken benutzt, kann sich der DPF schon nach wenigen hundert Kilometern mit Ruß zusetzen. Als Autohalter hat man eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder lässt man den verstopften oder defekten Partikelfilter austauschen oder reinigen. Beide Verfahren haben Ihre Vor- und Nachteile.

Verstopften Dieselpartikelfilter wechseln

Verstopfter Dieselpartikelfilter wird in der Werkstatt gewechselt

Ein Wechsel kann wirklich hohe Kosten verursachen, da solch ein Filter oft sehr teuer ist. Die Arbeitskosten des Wechsels an sich machen dabei nur einen Bruchteil der Kosten aus. Als Autobesitzer hat man aber die Möglichkeit sich ein Neuteil oder ein Austauschteil einsetzen zu lassen. Neuteile sind meist auch nochmal ein gutes Stück teurer als Austauschteile. Ein Austausch mit einem Neuteil kann abhängig von Marke und Modell zwischen 1.000 und 4.500 Euro kosten. Wenn man beim Wechsel auf ein Austauschteil zurückgreift kann man hier mehrere hundert Euro sparen. Jedoch ist die volle Leistung und Funktionalität nur bei einem Originalneuteilen garantiert und gewährleistet.

Verstopften Dieselpartikelfilter reinigen

Mittlerweile bieten viele Autowerkstätten eine professionelle Reinigung der Dieselpartikelfilter an. Diese wird in den seltensten Fällen von der Werkstatt selbst durchgeführt. Die Filter werden in eine Spezialwerkstatt geschickt, wo die Reinigung durch Experten mit meist patentierten Reinigungsverfahren vom Ruß befreit werden. Nur der Aus- und Einbau wird von den meisten Werkstätten selbst übernommen. Da sich innerhalb der Filter viele schädliche Stoffe befinden, die sich negativ auf die Umwelt auswirken können, ist eine professionelle Reinigung Pflicht.

Tipp für Kurzstreckenfahrer

Dieselpartikelfilter verstopft viel schneller bei Kurzstreckenfahrer

Viele Dieselpartikelfilter verstopfen gerade bei Kurzstreckenfahrer viel schneller als bei Langstreckenfahrern. Dies liegt daran, dass der Ruß der von den Filtern gereinigt wird größtenteils aus unverbrannten Kraftstoff besteht. Da bei Kurzstrecken der Motor nicht auf eine optimale Betriebstemperatur kommt, wird hier weitaus mehr unverbrannter Kraftstoff in die Filter mit den Abgasen geleitet. Falls bei Ihnen die Kontrolllampe für den Dieselpartikelfilter aufleuchtet kann es auch schon reichen, dass Sie mal eine etwas längere Autofahrt machen. Der Motor kommt somit auf eine optimale Betriebstemperatur und der Filter kann damit zum Großteil wieder freigebrannt werden. Ein Besuch in einer Werkstatt ist damit nicht einmal nötig. Wie lang die Strecke sein sollte und wie Sie Ihre Fahrweise anpassen können Sie aus dem Handbuch für Ihr Fahrzeug entnehmen.

Viele Dieselpartikelfilter reinigen sich selbst

Viele der neuen Dieselpartikelfilter haben mittlerweile Möglichkeiten sich selbst zu reinigen. Durch automatisch erfasste Messgrößen, weiß die Elektronik des Fahrzeugs selbst, wenn eine Reinigung des Partikelfilters nötig ist. Die sogenannte Regeneration wird durch die Motorsteuerung des Dieselmotors durchgeführt. Die Häufigkeit der Regenerationsintervalle ist  abhängig von der Fahrweise und der Nutzung des Fahrzeugs.

Regenerationsintervalle für Kurz- und Langstrecke

Bei Langstreckenfahrten wird solch eine Regeneration alle paar hundert Kilometer ausgelöst. Bei Kurzstrecken kann dieser Prozess auch schon unterhalb von einer Entfernung von hundert Kilometer ausgelöst werden. Von so einer Selbstreinigung merkt der Fahrer nichts. Aber auch hier ist der Motor davon abhängig, dass er eine gewisse Temperatur erreicht hat. Ein Verbrennen des Rußes ist erst ab einer Temperatur von 500-550 °C möglich. Bei kurzen Stadtfahrten werden jedoch meist nur Temperaturen von 200-250 °C erreicht. Um trotzdem auch bei so kurzen Fahrten eine Regeneration durchführen zu können gibt es verschiedene Verfahren die durch die Motorsteuerung ausgelöst werden können.

Folgende Möglichkeiten der Selbstregeneration gibt es:

  • Nacheinspritzung
  • Oxidationskatalysator
  • Heizspirale
  • Additivunterstützte Regeneration
  • Katalytische Regeneration

Man unterscheidet ebenfalls zwischen passiver und aktiver Regeneration:

  • Passive Regeneration: Keine besonderen Handlungen werden eigenständig durch den Motor durchgeführt. Dies geschieht wie oben bereits beschrieben besonders bei längeren Autobahnfahrten oder bei Volllastbetrieb.
  • Aktive Regeneration: Durch die Motorsteuerung eingeleitete Erhöhung der Abgastemperatur auf ca. 500 – 600 °C. Wird häufig bei Kurzstreckenfahrten genutzt, um eine Regeneration zu ermöglichen.

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