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Bremsflüssigkeit wechseln – was darf es kosten? Die Faktoren und Kostenrechner

Generell sollte man die Bremsflüssigkeit gemäß den Herstellervorgaben wechseln. Die Informationen, wie oft die Bremsflüssigkeit zu wechseln ist, sind im Serviceheft Ihres Autos zu finden. Erfahren Sie hier mehr und berechnen Sie die Kosten für den Bremsflüssigkeitswechsel bei Ihrem Auto – schnell und unverbindlich bei den Werkstätten in Ihrer Nähe. Zugleich können Sie Angebote unverbindlich vergleichen und den Wunschtermin direkt online vereinbaren.

INHALTSVERZEICHNIS

Was kostet es, die Bremsflüssigkeit zu wechseln?

Die Kosten für einen professionellen Bremsflüssigkeitswechsel können stark variieren, weil dabei eine Reihe verschiedener Faktoren eine Rolle spielt.

Die wichtigsten Faktoren sind:

  • Art des Wechsels der Bremsflüssigkeit
  • Arbeitsaufwand beim Bremsflüssigkeitswechsel
  • Menge und Art der Bremsflüssigkeit
  • Ggf. Undichtigkeiten und defekte Teile des Bremssystems

Verschiedene Kosten beim Wechseln oder Nachfüllen der Bremsflüssigkeit

Fachmann wechselt die Bremsflüssigkeit kostengünstig an einem Auto

Die Art des Wechsels der Bremsflüssigkeit ist relevant für die Kosten. Vor dem Wechsel kann in der Fachwerkstatt der Wasseranteil der vorhandenen Flüssigkeit mit einem Testgerät ermittelt werden. Liegt dieser noch im Normbereich, könnte im Prinzip einfaches Nachfüllen der Bremsflüssigkeit genügen.
Von dem Nachfüllen der Bremsflüssigkeit ist aber abzuraten, wenn man nicht genau weiß, wie lange der letzte Wechsel der Bremsflüssigkeit im Auto schon zurückliegt. Wenn immer nur etwas nachgefüllt wurde, könnte die Flüssigkeit im Vorratsbehälter jünger sein als die in den Bremsleitungen. Daher ist im Zweifel immer ein kompletter Bremsflüssigkeitswechsel zu empfehlen. Dann ist der Autofahrer auf der sicheren Seite, denn von der Qualität der Bremsflüssigkeit im Auto hängt im Extremfall die Bremswirkung ab.

Arbeitsaufwand als Kostenfaktor beim Bremsflüssigkeitswechsel

Der notwendige Aufwand spiegelt sich auch in den Werkstattkosten bzw. im Arbeitslohn wieder. Inklusive aller Arbeiten dauert einen Wechsel der Bremsflüssigkeit zwischen 30 Minuten und 45 Minuten. Der Arbeitslohn ist somit also ab etwa 50,- Euro zu rechnen. Dazu kommt der Preis für die Flüssigkeit. Der Gesamtpreis auf der Rechnung sollte sich im unteren dreistelligen Bereich bewegen. Übrigens ist darin neben dem Wechseln auch die umweltgerechte Entsorgung der alten Bremsflüssigkeit enthalten. Die genauen Kosten für Ihr Auto können Sie ganz unverbindlich auf FairGarage berechnen lassen und vergleichen.

Bremsflüssigkeit als Kostenfaktor beim Wechsel

Ein weiterer Kostenfaktor ist die vom Automobilhersteller vorgeschriebene Bremsflüssigkeit. Bremsanlage, Bremszylinder und Schläuche sind exakt auf genau diese Flüssigkeit abgestimmt. Ein Liter Flüssigkeit kostet ab etwa 20,- Euro. Das Fassungsvermögen des Bremssystems kann je nach technischer Ausstattung des Fahrzeugs zwischen 0,5 Liter und 1,0 Liter liegen. Allerdings wird für den Wechsel der Flüssigkeit immer eine etwas größere Menge benötigt, weil die alte Flüssigkeit mit der neuen ausgespült wird.

Die Zusammensetzung der Bremsflüssigkeit

Die Zusammensetzung (Silikonbasis, Glykolbasis) und die Spezifikationen der Bremsflüssigkeit (Viskosität, Siedepunkt) sind in den sogenannten DOT-Standards (Department of Transportation) festgeschrieben. In Deutschland sind Flüssigkeiten der Standards DOT 3, DOT 4 und DOT 5.1 gebräuchlich. Welche Bremsflüssigkeit für den jeweiligen Fahrzeugtyp zu verwenden ist, wird vom Hersteller festgelegt.

Wann kann es zu einem höheren Preis beim Wechsel kommen?

Bremsflüssigkeit Kosten: Wechsel in der Werkstatt

Aufgrund des hohen Wasseranteiles in der alten Bremsflüssigkeit rostet das Bremssystem von innen. Wichtige Bauteile verlieren ihre Funktion teilweise oder ganz. Betroffen sind dabei häufig die Bremskolben, Radbremszylinder bei Trommelbremsen, sowie die Bremsleitungen selbst. Ein Gebrauchtwagen der beispielsweise lange auf einem Verkaufshof auf einen neuen Kunden wartet, kann diese Symptome aufweisen. Die Flüssigkeit kann ihre Funktion im Kreislauf nicht korrekt ausführen. Es kommt zu blockierenden oder ungleichmäßig arbeitenden Bremsen. In diesem Fall müssen die betroffenen Bremsbauteile komplett ersetzt werden. Ein teures und ärgerliches Vergnügen.

Undichtigkeiten im Bremssystem können weitere Kosten verursachen

Im Laufe der Zeit verliert Bremsflüssigkeit einige ihrer Eigenschaften. Zwar verflüchtigt sie sich nicht, dennoch sinkt im Laufe der Zeit langsam das Niveau im Ausgleichsbehälter, weil die Bremsbeläge verschleißen. Dann gilt es Bremsflüssigkeit nachzufüllen. Aber Vorsicht, wenn der Füllstand sinkt, dann kann auch eine Undichtigkeit im System die Ursache sein. Das muss ein Mechaniker sorgfältig prüfen. Weil es dabei um die Sicherheit geht, verbieten sich halbherzige Arbeiten auf dem Hinterhof. Hier ist unbedingt eine Fachwerkstatt vonnöten. Bevor eine Werkstatt Bremsflüssigkeit im Vorratsbehälter ergänzt, sollte sie diese prüfen. Die beste Methode dafür ist die Bestimmung des Siedepunktes. Diesen Wert kann der Fachmann mit speziellem Equipment feststellen. Bei zu geringem Siedepunkt muss die Werkstatt die komplette Flüssigkeit des Fahrzeugs wechseln. 

Die auf FairGarage gelisteten Werkstätten bieten Ihnen selbstverständlich einen detaillierten Kostenvoranschlag an, wenn sich Reparaturen an der Bremsanlage herausstellen. Gemeinsam mit dem Experten kann dann besprochen werden, wann und in welchem Umfang die notwendigen Reparaturen aus dem Angebot durchgeführt werden.

Bremsflüssigkeitsstand selber prüfen

Der Fahrer kann selbst Vorkehrungen treffen, um beim Bremsen keine bösen Überraschungen zu erleben. Ein gelegentlicher Blick auf die Markierungen am Ausgleichsbehälter (im Motorraum) informiert auch den Laien über den Füllstand der Bremsflüssigkeit. Die Kontrolle wird mit zunehmendem Alter des Autos wichtiger, weil ein Verlust der Flüssigkeit durch poröse Leitungen bzw. Dichtungen oder undichte Anschlüsse mit dem Alter immer wahrscheinlicher wird. 

Bremsflüssigkeit selber wechseln und Kosten sparen?

Es gibt eine Möglichkeit, die Flüssigkeit selbst zu wechseln. Da die Bremsflüssigkeit ein Gefahrstoff ist, gelten allerdings besondere Anforderungen beim Wechsel und auch bei der Entsorgung. Darum führen wir an dieser Stelle keine Anleitung zum Wechseln der Bremsflüssigkeit auf. Wer sich nicht mit Bremsflüssigkeiten auskennt, dem raten wir ganz klar von Selbstversuchen ab. Denn Bremsflüssigkeit ist sehr aggressiv. Sollten Sie mit ihr auch unabhängig vom Wechsel in Berührung kommen, am besten die betroffene Stelle sofort mit Wasser abspülen.

Kosten für den Wechsel der Bremsflüssigkeit online berechnen

Bremsflüssigkeitswechsel und Prüfung in der Werkstatt

Auf FairGarage können Sie Festpreis-Angebote für den Wechsel der kompletten Bremsflüssigkeit bei Ihrem Auto vergleichen und einen passenden Termin bei einer Fachwerkstatt in Ihrer Nähe gleich online vereinbaren. Die Werkstätten verwenden ausschließlich Bremsflüssigkeit in der für Ihr Fahrzeug vorgeschriebenen Spezifikation in Markenqualität. Der Preis der Bremsflüssigkeit im Angebot ist ein Schätzwert und kann somit variieren.

Wie oft ist die Bremsflüssigkeit zu wechseln?

Vielen Autofahrern ist nicht bewusst, wie oft und wann die Bremsflüssigkeit gewechselt werden muss. Dabei schreiben fast alle Fahrzeughersteller einen Austausch nach zwei Jahren, unabhängig von der Fahrleistung, vor. Wann die Bremsflüssigkeit zu wechseln ist, ist also allein von ihrem Alter und dem daraus folgenden Zustand abhängig.

Warum sollte die Bremsflüssigkeit regelmäßig gewechselt werden?

Die Bremsflüssigkeit im Auto hat die Hauptaufgabe den Verzögerungswunsch des Fahrers an die Radbremsen zu übertragen. Am hydraulischen Bremssystem wird auch im digitalen Zeitalter weitgehend festgehalten, da es sich als höchst zuverlässig erwiesen hat. Ein Knackpunkt ist allerdings die Bremsflüssigkeit. Diese soll zusätzlich die beweglichen Teile innerhalb des Bremssystems schmieren, vor Korrosion schützen. Dabei darf die Flüssigkeit weder die Dichtungen angreifen noch einfrieren oder kochen. Zudem ist Bremsflüssigkeit hygroskopisch, zieht also Wasser an. Mit steigendem Wasseranteil reduzieren sich die guten Eigenschaften der Bremsflüssigkeit, weshalb sie regelmäßig zu wechseln ist. Deswegen ist es wichtig, die Bremsflüssigkeit so oft wechseln zu lassen, wie es vom Hersteller vorgeschrieben wird.

Folgen der alten Bremsflüssigkeit im Auto

Wird die Bremsflüssigkeit nicht so oft wie nötig gewechselt, fällt der hydraulische Druck im System. Das Bremspedal fällt durch und lässt sich nur durch Pumpen kurzfristig aufbauen. Spätestens ab dem Moment sollte die Bremsflüssigkeit schleunigst gewechselt werden. Eine andere Folge von alter Bremsflüssigkeit ist, dass sie aufgrund des hohen Wasseranteiles das Bremssystem von innen rosten lässt. Wichtige Bauteile des Bremssystems verlieren ihre Funktion teilweise oder ganz.


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