Bremsflüssigkeit wechseln

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Bremsflüssigkeit wechseln und prüfen - sicher in der Werkstatt

Im Service-Heft des Autos wird der Bremsflüssigkeitswechsel als einer der regelmäßig anfallenden Punkte bei der Wartung aufgeführt. Werden die Fahrzeuge älter, beschränken sich Halter häufig auf die „wichtigen Dinge“. Das Erneuern der Bremsflüssigkeit gehört mangels Wissen leider häufig nicht auf die Prioritäten-Liste. Dabei ist das regelmäßige Wechseln der Bremsflüssigkeit von hoher Bedeutung.

Kein Halt ohne Bremsflüssigkeit

Fachmann wechselt die Bremsflüssigkeit an einem Auto

Bremsflüssigkeit hat eine besondere Eigenschaft. Sie ist hygroskopisch. Das bedeutet, dass sie Wasser „anzieht und aufnimmt“, auch wenn das Bremssystem dicht ist. Sobald sich der Wasseranteil in der Bremsflüssigkeit erhöht, sink im Gegenzug der Siedepunkt. Bei frisch eingefüllter Bremsflüssigkeit liegt der idealerweise über 200 Grad Celsius. Logischerweise werden die Bremskomponenten durch waltende Kräfte – ganz besonders bei Kurven- und Bergfahrten – sprichwörtlich kochend heiß. Alte Bremsflüssigkeit blubbert dann ebenso, der hydraulische Druck im System fällt. Das Bremspedal fällt durch und lässt sich nur durch Pumpen kurzfristig aufbauen. Eine Horrorvision für jeden Autofahrer. Spätestens ab dem Moment sollte die Bremsflüssigkeit schleunigst gewechselt werden.

Rost im Bremssystem

Ein anderer Nachteil von alter Bremsflüssigkeit ist, dass sie aufgrund des hohen Wasseranteiles das Bremssystem von innen rosten lässt. Wichtige Bauteile verlieren ihre Funktion teilweise oder ganz. Betroffen sind dabei häufig die Bremskolben, Radbremszylinder bei Trommelbremsen, sowie die Bremsleitungen selbst. Ein Gebrauchtwagen der beispielsweise lange auf einem Verkaufshof auf einen neuen Kunden wartet, kann diese Symptome aufweisen. Die Flüssigkeit kann ihre Funktion im Kreislauf nicht korrekt ausführen. Es kommt zu blockierenden oder ungleichmäßig arbeitenden Bremsen. In diesem Fall müssen die betroffenen Bremsbauteile komplett ersetzt werden. Ein teures und ärgerliches Vergnügen.

Wo wird die Bremsflüssigkeit eingefüllt?

Nahaufnahme des Bremsflüssigkeitsbehälters der Bremsflüssigkeit

In einem von Laien häufig nicht beachteten, kleinen Gefäß im Motorraum befindet sich die Bremsflüssigkeit. Beziehungsweise der Ausgleichsbehälter. Das ist die Stelle, an der ein geschulter Blick erkennt, ob die Bremsflüssigkeit in Ordnung ist, oder nicht. Die Farbe der Bremsflüssigkeit variiert zwischen blau, gelb oder auch grün, was die Sache nicht unbedingt einfacher macht. 

Bremsflüssigkeit selber wechseln?

Es gibt eine Möglichkeit die Flüssigkeit selbst zu wechseln. Da die Bremsflüssigkeit ein Gefahrstoff ist, gelten besondere Anforderungen beim Wechsel und auch bei der Entsorgung. Darum führen wir an dieser Stelle keine Anleitung zum Wechseln der Bremsflüssigkeit auf. Wer sich nicht mit Bremsflüssigkeiten auskennt, dem raten ganz klar von Selbstversuchen ab. Denn Bremsflüssigkeit ist sehr aggressiv. Sollten Sie mit ihr auch unabhängig vom Wechsel in Berührung kommen, am besten die betroffene Stelle sofort mit Wasser abspülen.

So wird Bremsflüssigkeit in der Werkstatt gewechselt

Den Wechsel von Bremsflüssigkeit sollte immer eine Fachwerkstatt erledigen. Diese kann die Flüssigkeit auf Wunsch auf ihren Siedepunkt testen. In der Werkstatt wird maschinell neue Bremsflüssigkeit unter Hochdruck in den Ausgleichsbehälter eingepumpt. Der Mechaniker beginnt dann durch Öffnen der so genannten Entlüftungsnippel die alte Bremsflüssigkeit abzulassen. Der Vorgang beginnt am vom Ausgleichsbehälter weit entferntesten Rad und geht rundum, bis nur noch klare Flüssigkeit austritt. Dann ist der Wechsel der Bremsflüssigkeit abgeschlossen. Die alte Bremsflüssigkeit kommt in einem Auffangbehälter und wird später fachgerecht entsorgt. Den passenden Termin für das Wechseln der Bremsflüssigkeit können Sie bei FairGarage vereinbaren.


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