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AGR-Ventil defekt: Symptome, Fehlerquelle, Folgen, Wechsel und Kosten

Die Abgasrückführung (AGR) hat die Aufgabe, die Verbrennungstemperatur im Brennraum zu mindern und so die Abgabe von Stickoxiden an die Umwelt zu verringern. Als ein eher unscheinbares, aber wichtiges Bauteil der Abgasanlage des Autos übernimmt das Abgasrückführungsventil (AGR-Ventil) das Recyceln eines Teils der Abgase. Das Magnetventil öffnet und schließt die Verbindung zwischen Auspuffkrümmer und dem Saugrohr. Bei einem Defekt des AGR-Ventils klemmt dieses häufig und schließt sich nicht mehr. Ist das AGR-Ventil defekt, kann sich das Problem auch negativ auf andere Teile auswirken.

Deuten die Symptome darauf hin, dass das Abgasrückführungsventil defekt sein könnte, ist es ratsam, so bald wie möglich eine Werkstatt aufzusuchen, um das Ventil prüfen und ggf. wechseln zu lassen. Erfahren Sie hier, welche Symptome und Folgen ein defektes AGR-Ventil haben kann. Zugleich können Sie die Kosten für den Wechsel des defekten Ventils bei Ihrem Auto kalkulieren und Werkstatt-Angebote aus Ihrer Nähe vergleichen. Auf FairGarage können Sie bequem einen Termin zum Festpreis online vereinbaren.

Darum muss AGR-Ventil einwandfrei funktionieren

AGR-Ventil - Seiten- und Vorderansicht

Die bei der Verbrennung anfallenden Stickoxide werden mithilfe des AGR-Ventils ein weiteres Mal der Verbrennung zugeführt. So können schädliche Emissionen vermindert und der Kraftstoffverbrauch reduziert werden. Bei Dieselfahrzeugen mit TDI-Motoren reduziert die einwandfreie Abgasrückführung die Entstehung von Rußpartikeln um etwa zehn Prozent. Zusammen mit dem Katalysator ist es somit möglich, die strengen Vorgaben der Euronormen zu erreichen.

Typische Fehlerquellen am AGR-Ventil

Typische Probleme oder Defekte am AGR-Ventil betreffen neben den Kabeln, Dichtungen und den angeschlossenen Schläuchen – vor allem beim Diesel – das Innenleben des Ventils. Die ein- und ausströmenden Abgase hinterlassen mit der Zeit deutliche Spuren in Form von Rußpartikeln. Diese setzen sich in der Ventilkammer ab. Das AGR-Ventil bleibt dann aufgrund der Ablagerungen am Ventil hängen. Beim Diesel sind besonders hohe Anschlussquerschnitte möglich, was aber eben auch die Gefahr von Verschmutzungen erhöht.

Verkokung des AGR-Ventils: Was kann passieren?

Mit längerer Betriebszeit setzen sich, durch das zurückgeführte Abgas, verstärkt Rußpartikel ab und verkoken das AGR-Ventil. Bei einem verkokten Abgasrückführungsventil kann es passieren, dass sich das Ventil nicht mehr ganz öffnen lässt. Oder sogar im geöffneten Zustand stehen bleibt. Möglicherweise kann der Defekt des Ventils auch durch ölhaltige Luft ausgelöst werden. Ist das AGR-Ventil verkokt, hilft nur noch der Wechsel des AGR-Ventils.

Die häufigsten Defekte am AGR-Ventil sind:

  • Das AGR-Ventil öffnet nicht bzw. nicht ganz
  • Das AGR-Ventil klemmt offen

Das AGR-Ventil verkokt und öffnet nicht

Reparatur des defekten Abgasrückführungsventils in der Werkstatt

Dass das AGR-Ventil defekt ist und nicht öffnet, macht sich durch ein schwankendes Leistungs- und Rußverhalten des Motors bemerkbar. Die nutzbare Motorleistung kann sich mit jedem Gasgeben ändern. Schwarzer Auspuffqualm und eine verminderte Motorleistung sind deutliche Anzeichen für derartige Probleme. Man merkt das besonders im Teillastbereich, wenn dort der Motor etwa bei mäßiger Geschwindigkeit (ca. 50 km/h) ruckelt.

Symptome, dass das AGR-Ventil defekt ist und nicht mehr öffnet:

  • Schwarzer Auspuffqualm
  • Ruckelnder Motor beim Fahren
  • Verminderte Motorleistung
  • Aufleuchten von Motorkontrollleuchte oder Abgaswarnleuchte
  • Speichern eines Fehlercodes im Fehlerspeicher an

Das AGR-Ventil verkokt und klemmt offen

Klemmt das Abgasrückführungsventil dagegen offen bei hoher Last, kommen unter Umständen nur Bruchteile der für die gewünschte Beschleunigung erforderlichen Frischluftmenge in den Zylinder. Symptome für das Defekt sind große Leistungsverluste und zum Teil auch eine extreme Rußbildung. Zudem weisen höhere Stickstoffanteile beim Prüfen der Abgaswerte auf den AGR-Defekt hin.

Anzeichen, dass das AGR-Ventil defekt ist und offen klemmt:

  • Große Leistungsverluste
  • Starke Rußbildung bei Vollast
  • Höhere Stickstoff-Anteile der Abgaswerte
  • Aufleuchten von Motorkontrollleuchte oder Abgaswarnleuchte
  • Speichern eines Fehlercodes im Fehlerspeicher

AGR-Ventil defekt: Prüfen wo das Problem liegt

Prüfung des defekten AGR-Ventils auf die Ursachen

Bei ungewöhnlich starken Ablagerungen am AGR-Ventil ist es außerdem ratsam, das Fahrzeug auf die dafür verantwortlichen Ursachen zu prüfen. Denn wenn beispielsweise Öldämpfe aus der Entlüftung austreten, kommt es beim neu eingesetzten AGR-Ventil bald wieder zu Verrußungen - einschließlich aller unliebsamen Symptome des Defekts.

AGR-Ventil defekt: Die Folgen

Ist das AGR-Ventil defekt, kann sich das Problem auf andere Teile ausweiten. Denn ein zusätzliches Problem stellt oftmals die dem Ansaugtrakt zugeführte Rußmenge dar. Sie führt im Laufe der Zeit zu einer erheblichen Verschmutzung im Ansaugkrümmer und auf den Einlassventilen.

AGR-Ventil reinigen hilft nur bedingt

Auf eine eigenständige Reinigung der verschiedenen Komponenten der Abgasrückführung sollte bei den Anzeichen eines Defekts hingegen verzichtet werden. Zwar lässt sich das AGR-Ventil vorbeugend reinigen, doch das geht nur, wenn das AGR-Ventil nicht defekt ist. Denn das Abgasrückführungsventil zu reinigen bringt bei einem tatsächlichen Defekt keine Verbesserung und kann gegebenenfalls sogar unerwünschte Folgen nach sich ziehen. So kann es passieren, dass noch funktionstüchtige Elemente, z.B. Dichtungen, durch eine unsachgemäße Säuberung Schäden davontragen.

Bei den Symptomen des Defekts Werkstatt finden

Deuten die genannten Symptome beim Diesel darauf hin, dass das AGR-Ventil defekt sein könnte, ist es ratsam, so bald wie möglich eine Werkstatt aufzusuchen und das AGR-Ventil prüfen zu lassen. Nur so lassen sich unschöne Folgen wie ein zugesetzter Dieselpartikelfilter, kaputte Drallklappen und Funktionsstörungen am Turbolader vermeiden. In der Werkstatt wird das AGR-Ventil auf Defekt geprüft und ggf. ausgetauscht.

AGR-Ventil defekt: Was darf der Wechsel kosten?

Für eine genaue Diagnose wird das AGR-Ventil in der Werkstatt zunächst ausgebaut und geprüft.Ist das AGR-Ventil defekt, ist es in jedem Fall erforderlich, das Bauteil wechseln zu lassen. Beim Wechsel in der Werkstatt fallen Kosten für das Ersatzteil sowie Arbeitskosten für den Ausbau des defekten Abgasrückführungsventils und den Einbau des neuen Ventils an. Außerdem können die angrenzenden Leitungen oder Dichtungen defekt oder beschädigt sein und sind dann zu wechseln. Dabei können sich auch die Reparaturkosten erhöhen. Bei einem defekten AGR-Ventil dauert der Wechsel, je nach Fahrzeug, zirka ein bis drei Stunden.


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